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Wie Sie den Informationsvorsprung mit Benchmarking erlangen

Wer sein Unternehmen energieeffizienter aufstellen will, kommt um Benchmarking nicht herum. Doch worum geht es dabei eigentlich?


Was ist Benchmarking?

Prozesse, Produkte, Strategien zu vermessen und mit Hilfe von Klassenbesten-Vergleichen zu verbessern, dieses Ziel verfolgen Unternehmen mit Benchmarking. Sicher haben Sie sich schon gefragt, wie effizient etwas in Ihrem Unternehmen ist. Diese Frage lässt sich ohne einen Vergleich nur schwer beantworten. Dieser Vergleich kann auf Daten aus Ihrem Unternehmen basieren. Beispielsweise kann Ihr Stromverbrauch im Jahr 2017 um 10 Prozent geringer sein als im Jahr 2016. Dennoch kann dies ein schlechter Wert sein, falls Ihre Konkurrenten im gleichen Zeitraum den Stromverbrauch um 30 Prozent senken konnten und mit viel geringeren Stromverbräuchen produzieren. Es geht also um die dauerhafte Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens.

Wie funktioniert Benchmarking?

Im Rahmen eines Benchmarks werden in der Regel die Ergebnisse einer Analyse miteinander verglichen. Der Prozess des Benchmarkings kann dabei in drei unterschiedliche Arten voneinander abgegrenzt. Zum einen kann die Methode als internes oder externes Benchmarking angewendet werden. Zum anderen wird ein funktionales Benchmarking definiert. Weiterhin wird das externe Benchmarking weitergehend in branchen- und konkurrenzbezogen sowie branchenunabhängig unterteilt. Das interne Benchmarking lässt sich in einen unternehmensinternen oder konzerninternen Prozess gliedern.

Ziel des Vergleichs seiner Werte mit einem Benchmark ist also zu Erkennen wie man sich im Vergleich zu anderen Standorten oder zur Konkurrenz einordnet. Darüber hinaus können dadurch Potenziale zur Verbesserung aufgezeigt werden.

Was lässt sich im Rahmen von Benchmarking im Energiemanagement messen?

Bei der Art der Nutzung von Benchmarks im Energiemanagement sind verschiedene Ansätze zu unterscheiden:

  1.  Unternehmensebene

  2.  Querschnittstechnologien

  3.  Prozessebene

Bei dem Vergleich auf Unternehmensebene werden häufig einfache Kennzahlen (z.B. Energiekostenanteil am Umsatz oder Energiekosten pro Stück) angewendet. Hierbei ist der Vergleich von verschiedenen Werken oder Unternehmen aber schwierig, da sich meist das Produkt und auch die Fertigungstiefe unterscheiden.

Es gibt aber auch die Möglichkeit einfache Kennwerte wie z.B. Grundlast- oder Spitzenlastverhalten miteinander zu vergleichen, da diese weniger von den jeweiligen spezifischen Gegebenheiten abhängen. Vorteile dieser Möglichkeit ist die sehr breite Berücksichtigung von Potentialen als auch die geringe Anzahl an benötigten Daten.

Im Bereich der Querschnittstechnologien haben sich heute schon wesentliche Kenngrößen zur Beurteilung etabliert. So kann die Druckluft z.B. über die Kennzahl kWh/m³ in Abhängigkeit von Liefermengen und Druck gut beurteilt werden. Wichtig sind hierbei eine gute Datenbasis und die vorhandenen Messwerte ebenso wie eine kontinuierliche Betrachtung.

Die Prozessebene ist der komplexeste Ansatz, da bei den einzelnen Produktionsprozessen die höchste Individualität vorliegt. Hier ist die entsprechende Analyse besonders wichtig.

Welche Lösungen können beim Benchmarking helfen?

Wir von Limón beraten seit über 11 Jahren Unternehmen bei der Steigerung der Energieeffizienz dank eigener Benchmarks. Die Benchmark-Daten stammen aus anonymisierten Energieeffizienzbetrachtungen bei eigenen Kunden und Partnerunternehmen. Limón betreibt eine Datenbank mit sich fortlaufend aktualisierenden Kennzahlen aus über 1.000 Effizienzprojekten. Mit der Entwicklung von é.VISOR MeinBericht machen wir diesen Wissensschatz jedem Unternehmen zugänglich. Testen Sie einfach gratis é.VISOR MeinBericht und entscheiden Sie sich für den Informationsvorsprung im Energiemanagement.

Warum Benchmarking mehr ist

Benchmarking ist jedoch mehr als nur eine Platzierung. Der Prozess des voneinander Lernens und des miteinander Arbeitens, mit dem Ziel einer stetigen Steigerung der Energieeffizienz, kann gefördert werden. Nicht die Abstrafung ist das Ziel, sondern der Ideenaustausch von Maßnahmen und Potenzialen innerhalb einer Branche.