Limón-Blog: Alles zur Energieeffizienz in Unternehmen

Besonderheiten und Chancen mit „STEP up!“

Mit Beginn der 3. Ausschreibungsrunde beim Förderprogramm STEP up! gibt es einige interessante Neuerungen. Die Mindestfördersummen wurden gesenkt und damit der potentielle Teilnehmerkreis deutlich erweitert. Bei Einzelprojekten ist die Antragstellung bereits ab 20.000 € Fördersumme möglich (anstatt vorher 30.000 €).

Bei dem Förderprogramm „STEP up!“ handelt es sich um ein Pilotprogramm des BMWi zur Förderung von Effizienzmaßnahmen im Stromsektor. Alleinstellungsmerkmale bei diesem Programm sind der wettbewerbliche Charakter bei der Fördermittelvergabe sowie die technologie- und sektoroffene Ausrichtung.

Grundsätzlich ist jedes Unternehmen in Deutschland antragsberechtigt. Damit eignet sich „STEP up!“ insbesondere für Unternehmen und Maßnahmen, die bisher noch nicht durch anderweitige Förderungen abgedeckt waren. Um den oben genannten Wettbewerb zu ermöglichen wird jeder Antrag hinsichtlich der Kennzahl Kosten/Nutzen (Förderhöhe pro eingesparte Energie) bewertet und die Fördermittel werden innerhalb einer Ausschreibungsrunde nach der Rangfolge vergeben.

Pro Ausschreibungsrunde, von denen es zwei pro Jahr gibt, stehen etwa 50 Mio. € Fördermittel zur Verfügung. Zudem ist die beantragte Förderquote variabel und vom Antragssteller festzulegen. Es gilt lediglich die obere Begrenzung auf 30 %.

Hierzu ein Beispiel mit zwei Maßnahmen:

ParameterMaßnahme AMaßnahme B
Förderfähige Investitionskosten150.000 €100.000 €
Erwartete Einsparung (€/a)20.000 €20.000 €
Erwartete Einsparung (kWh/a)117.647 kWh117.647 kWh
Nutzungsdauer 5 a 5 a
Einsparung über Nutzungsdauer588.235 kWh588.235 kWh
Beantragte Förderquote30%30%
Fördersumme45.000 €30.000 €
Kennzahl Kosten/Nutzen0,08 €0,05 €

Damit Maßnahme A gegen Maßnahme B gewinnen kann, dürfte die beantragte Förderquote bei maximal 20 % liegen. Mit dieser Förderquote ist der Kosten/Nutzen-Wert von Maßnahme A konkurrenzfähig zu Maßnahme B. Attraktive Zuschüsse durch neue Rahmenbedingungen sichern Mit Beginn der 3. Ausschreibungsrunde beim Förderprogramm STEP up! gibt es einige interessante Neuerungen. Die Mindestfördersummen wurden gesenkt und damit der potentielle Teilnehmerkreis deutlich erweitert. Bei Einzelprojekten ist die Antragstellung bereits ab 20.000 € Fördersumme möglich (anstatt vorher 30.000 €).

Das heißt konkret:

Bei geplanten Projekten mit insgesamt ca. 60.000 € förderbaren Investitionskosten (dazu zählen auch Nebenkosten) sollte das Programm STEP up genauer betrachtet werden.

Besonders interessant dabei ist:

Von den geförderten Investitionskosten dürfen bis zu 40 % auf eine Beleuchtungsoptimierung entfallen (statt vorher 30 %). Damit wird die Einstiegshürde noch einmal gesenkt, denn Potentiale zur Beleuchtungsoptimierung sind häufig zahlreich vorhanden.

Ein mögliches Projekt, welches diese Konstellation perfekt nutzt, könnte wie folgt aussehen:

Parameter Prozessoptimierung Beleuchtungsoptimierung Gesamt
Förderfähige Investitionskosten 41.000 € 27.000 € 68.000 €
Erwartete Einsparung (€/a) 8.000 € 8.900 € 16.900 €
Erwartete Einsparung (kWh/a) 47.059 52.353 99.412
Nutzungsdauer (a) 5 10 7,5
Einsparung über Nutzungsdauer (kWh) 235.294 523.529 758.824
Beantragte Förderquote 30 % 30 % 30 %
Fördersumme 12.300 € 8.100 € 20.400 €
Kennzahl Kosten/Nutzen 0,052 0,015 0,027

Durch die Förderung mit „STEP up!“ würde die mittlere Amortisationszeit der beiden Maßnahmen von im Mittel 3,8 Jahren auf nur 2,6 Jahre sinken. Insbesondere die Förderung auf die Beleuchtungsoptimierung verbessert die Gesamtrendite deutlich. Dadurch werden Projekte, die vorher als unwirtschaftlich galten wieder umsetzbar.

Prüfen Sie daher für sich die folgenden Fragen, um die Chance auf attraktive Förderung nicht zu verpassen:

Sind innerhalb der nächsten 2 Jahre Investitionen in die Stromeffizienz von mindestens 40.000 € geplant?

Besteht Interesse an zusätzlicher, mit bis zu 30 % Zuschuss geförderter Beleuchtungsoptimierung?

Gerne sind wir Ihnen bei einer Ersteinschätzung Ihrer Projekte behilflich. Für eine fundierte Analyse aller Fördermöglichkeiten bieten wir zudem unseren kostengünstigen Fördermittel-Check.